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Unterschriften auf die Unterarme
Von Oliver Langemeyer Hopsten. Autogramme auf den Unterarmen waren besonders bei den
Mädchen beliebt. Und die Fußballprofis des SV Werder Bremen, Johan Micoud und Paul Stalteri, schrieben genauso selbstverständlich auf die Haut, wie sie am Donnerstagabend in der Hopstener Gaststätte "Zum Heiligen
Feld" Dutzende von Trikots, Bällen, Fanschals und Karten mit ihrer Unterschrift versahen. Beide Kicker waren auf Einladung des Fanclubs "Wesertigers" zum Besuch ins Töddendorf gekommen und lockten rund 250 große
und kleine Fußballanhänger an. "So groß war der Andrang noch nie", sagte der Vorsitzende der "Wesertigers", Michael Walterskötter, zufrieden. Sicherlich sei vielen noch der jüngste Erfolg von Werder
Bremen über Valencia vom vergangenen Dienstag in bester Erinnerung. Und mit Johan Micoud war es dem Fanclub immerhin gelungen, einen der derzeit besten Mittelfeldspieler der Bundesliga nach Hopsten zu holen. Der
stellvertretende Bürgermeister Johannes Kramer hielt seine Begrüßungsrede möglichst kurz. "Schließlich warten vor allem die Kinder darauf, Autogramme zu bekommen." Die jungen Fans stürmten auch sofort zum Podium,
bildeten artig eine Warteschlange und ließen Stalteri und Micoud fleißig schreiben. Die zwölfjährige Franziska Lüttmann ließ sich eine Werder-Mütze und ein T-Shirt unterschreiben. "Ich habe Werder im Fernsehen gesehen und
fand sie einfach gut", sagt sie. Philipp und Andrea Büscher, Sandra Sälker und Marlene Frekers zeigen stolz ihre Arme. Der Edding auf ihrer Haut dürfte nicht so schnell abgehen. Und als etwas Bleibendes haben sie sich
natürlich auch Autogrammkarten besorgt. "Wir sind keine richtigen Bremen-Fans, aber die beiden sind immerhin Nationalspieler", sagt die 14-jährige Marlene Frekers. Auch der zehnjährige Lucas Lambrecht hat sich mit Unterschriften seiner Idole eingedeckt. Neben Micoud und Stalteri hat er aber noch einen anderen Fußball-Liebling von Werder Bremen: Nelson Valdez.
Bei der anschließenden Fragestunde war auch die Verständigung zwischen Fans und Stars kein Problem. Der Kanadier Stalteri spricht Deutsch. Für seinen französischen Teamkollegen Micoud übersetzte er die Fragen ins Englische.
"Ich habe im Mai drei Wochen Urlaub genommen. Lohnt sich das?", fragte ein Fan in Anspielung auf das Finale in der Champions-League am 25. Mai in Istanbul. Natürlich hoffen die Anhänger, dass Werder dann dabei ist.
"Im Mai ist gutes Wetter in Kanada", flachste Stalteri zurück. "Da kannst du auch hinfliegen." Am Schluss des großen Fantreffens in Hopsten dankte der stellvertretende Fanclub-Vorsitzende, Danny Seifert,
den Werder-Fußballern für ihren Besuch und schenkte ihnen die neuen Wesertigers-Mützen. "Die könnt Ihr am Samstag vor dem Spiel beim Aufwärmen aufsetzen."
Samstag, 11. Dezember 2004 | Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung (Hopsten)
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